IBM plant in Indien bis 2010 50.000 Neueinstellungen; der Outsourcing-Dienstleister Infosys sucht 6.000 neue Mitarbeiter in China: In den stark wachsenden Schwellenländern gewinnt der Kampf um qualifizierte Mitarbeiter eine neue Dimension. Vielen Firmen droht ein Personalengpass – auch weil die weltweite Nachfrage nach Talenten stetig zunimmt und die erwerbstätige Bevölkerung in den westlichen Industriestaaten sinkt. Der Personalmarkt in Ländern wie Indien, China oder Brasilien funktioniert allerdings nach eigenen Gesetzen und wird von hoher Fluktuation, explodierenden Gehältern, Fachkräftemangel und noch unterentwickelten Ausbildungssystemen bestimmt. Um ihren steigenden Bedarf an Talenten dennoch zu decken, müssen die Unternehmen ungewohnte Wege gehen, etwa Karrierepfade verkürzen und an weniger renommierten Universitäten rekrutieren, so die Studie "Aligning Talent for Global Advantage". Für die Untersuchung hat BCG 62 Führungskräfte von Unternehmen wie adidas, SAP, Schlumberger, Tata, Unilever und Wipro befragt.
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