Rund 30 Prozent der weltweiten Verkäufe im Automobilmarkt werden im Jahr 2014 in den vier BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) stattfinden. Darauf haben sich erst wenige Automobilunternehmen in ihrer Geschäftsstrategie eingestellt. Die Zeit ist knapp, um Entwicklung, Einkauf, Produktion und Vertrieb in den künftigen Wachstumsmärkten zu verankern und sich im Wettbewerb zu positionieren. Bereits 2009 wurde in China jedes zweite Auto von lokalen Herstellern produziert, in Indien jedes dritte.
Zu den größten Herausforderungen zählt die Entscheidung, welche Wertschöpfungsschritte in den jeweiligen Märkten angesiedelt werden sollen. Die Unterschiede sind enorm: So bietet beispielsweise China inzwischen keine Kostenvorteile mehr in der Produktion gegenüber den Heimatmärkten. Anders verhält es sich im indischen Markt, der zwar kleiner, aber aufgrund seines stabilen Wachstums und seiner Arbeitskräfte ein attraktiver Produktionsstandort ist. Auch die Anforderungen der Konsumenten variieren von Land zu Land beträchtlich. Am Aufbau lokaler Vertriebsstärke führt daher kein Weg vorbei. Viele Automobilhersteller antworten auf die Herausforderung bislang mit Einzelstrategien – die größten Chancen bietet jedoch eine übergreifende Markterschließungsstrategie.
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